Von Möbeln und Baustellen

Der Sommer ist nun endgültig hier! Freudig reißt man das Fenster in der sonnendurchfluteten Wohnung auf um den Sommerwind zu genießen, aber was ist das? Kaum ist das Fenster offen hört die Stadtbewohnerin ein leises (oder etwas lauteres) grollen, dröhnen und klackern. Die Sommerbaustelle ist eröffnet!

Sommerzeit ist also Baustellenzeit, fünf Tage die Woche, von 78-12 und 13-18 Uhr. Ich weiß das, denn wir haben sie nicht nur auf der Straße, sondern zwei in unserem Haus, eine im Haus links und zwei rechts von uns. Alle wollen ihre Wohnungen bzw. Häuser aufwerten solange es noch geht. Was für ein Ärger!
ABER Baustellen sind nicht nur böse! Abgesehen von der Arbeitsbeschaffung dienen sie nämlich auch dazu die eigene Wohnung neu aufzumöbeln. Wie das geht? Angenommen die Wohnung über euch wird zu einem Penthouse umgebaut, angenommen sie wurde die letzten 60 Jahre von einer älteren Dame bewohnt die ihre (noch älteren) Möbel nie ausgetauscht hat und die jetzt nicht mit übersiedelt werden und somit wohl oder übel entsorgt werden müssen. Angenommen ihr kommt zur richtigen Zeit nach Hause (ihr seid vor dem Schlagbohrer geflüchtet) und seht wie besagte Möbel mühsamst im engen Stiegenhaus heruntergeschleppt werden. Was macht ihr? Genau! Ihr fragt die abgeblagten Herren, ob sie, anstatt die Möbel bis auf die Straße zu tragen, einfach nur einen Stock tiefer tragen wollen. Die Herren freuen sich und die Möbel bekommen ein gutes zu Hause.
(Ich würde mich ja nie trauen einfach so zu fragen, aber zum Glück habe ich einen mutigen und risikofreudigen Mann der es in Kauf nimmt dass seine Frau womöglich mit ihm schimpft wenn er schon wieder mit neuen Möbeln nach Hause kommt. Hab ich natürlich nicht gemacht.)

Kommode

Unsere neue Kommode: Zu diesem gehört ein wuchtiger Spiegelaufsatz der im Keller zwischengelagert ist, bis wir entschieden haben was mit ihm geschieht. Die Kunsthistorikerin in der Familie schätzt die Kommode auf 1886. Ungefähr.

Beistelltisch

Und dieser Beistelltisch, der wahrscheinlich in die Zweitwohnung umsiedeln wird.

Zusätzlich haben wir noch eine Kommode samt wunderschönen Glas/Bar/Vitrinenaufsatz bekommen, auch von 1886. Die Kommode war riesigst, die mussten wir leider weiterschenken. Aber den Aufsatz, den behalten wir. Leider kann ich den euch jetzt nicht zeigen da er ebenso im Keller auf sein Comeback in einer größeren Wohnung wartet.
Alle Möbel wurden genau inspiziert und für Geheimfachlos erklärt. Wie schade! Träumt ihr nicht auch immer von diesem Flohmarkt/Trödelfundmöbel mit Geheimfachs samt supergeheimer Schatzkarte?

Kommode_top

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